Linkverkauf reloaded
(Das Thema hatten wir ja noch nicht so oft.)
Ein unmoralisches Angebot.
Kürzlich wurde ich um ein Angebot für einen Textlink auf der Startseite einer von uns betreuten Domain gebeten. Diese Domain steht seit ein paar Jahren in der Nische Übersetzung(en) (Übersetzer) Deutsch Italienisch (1 – 2 Mio. Konkurrenten) für alle für das Unternehmen relevanten, von Suchmaschinennutzern am häufigsten benutzten Suchbegriffe, mit mindestens einer, meistens zwei Seiten, auf den vordersten Plätzen der Ergebnislisten. Die Anfrage kam von einem direkten Konkurrenten, einem ziemlich überflüssigen Online-Wörterbuch mit “W” am Anfang, das trotz seiner Überflüssigkeit in denselben Ergebnislisten fast überall knapp hinter der von uns betreuten Seite auftaucht.
Ich habe geantwortet:
Angebot? Sie wollen doch wohl nicht mieten oder ;-) ?
Sinnvoll tauschen gerne. Ich kann Ihnen einen Textlink von einer Unterseite anbieten und hätte dafür gerne …
Rückantwort:
Nein, [...] wir würden gerne einen Textlink auf der Startseite mieten.
Vielleicht ist auch unsere Textlinkbox möglich?
Darauf habe ich nicht mehr reagiert.
Ich weiß jetzt nicht, was die zahlen wollten. Ich würde mal sagen – soviel habe ich von den Gesetzen der Linkdealerei am Rande mitgekriegt – man hätte sich auf um die 50,- Euro monatlich geeinigt.
Den Betreibern des ziemlich überflüssigen Online-Wörterbuchs mit “W” am Anfang möchte ich das nicht unterstellen, aber ich frage mich, ob derartige Deals zum Teil auch allein deshalb angeboten werden, weil damit die Möglichkeit geschaffen wäre, den Konkurrenten zu denunzieren und so unter Umständen einfach aus dem Weg zu räumen, denn wie es momentan aussieht, werden ja ausschließlich Verkäufer, nicht die Käufer der zur Zeit viel diskutierten Spezialbehandlung seitens Google unterzogen. Wenn die das noch mit ein oder zwei anderen machen, verdienen sie durch die dadurch gewonnenen 2-4 Plätze über die Werbeeinnahmen eine Menge mehr, als ihnen die gekauften Links im besten Fall einbringen könnten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das nicht schon vorgekommen wäre.
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