Linkpopularität: Links für Firmen-Websites

Auf die eigene Website verweisende Links sind – soviel hat jeder mitgekriegt – einer der wichtigsten Faktoren für deren Positionierung in den Ergebnislisten von Google. Natürlich kommen da noch unzählige andere Faktoren hinzu, aber im Großen und Ganzen gilt: Eine Website, die nicht verlinkt wird, hat wenig Chancen in den Suchmaschinen so gelistet zu werden, dass sie auch gefunden wird.

In den letzten Jahren hat man sich in dem Fall erst Katalogen, als die bei Google mehr und mehr in Ungnade fielen, Artikelverzeichnissen zugewandt, aber langsam ist klar, dass man auch damit nicht viel weiter kommt. Reziproker Linktausch wird von Google erkannt, die Links abgewertet. Linkkauf wird als Manipulation der Suchergebnisse gewertet und bestraft.

Alles verständlich, stellt sich nur die Frage: Wer sollte aus welchem Grund z. B. einen Anbieter von Übersetzungsdienstleistungen verlinken, der seinen Service auf 3-4 statischen Unterseiten im Internet präsentiert? Auf Einzel- und Kleinunternehmer, mittelständische Anbieter, die ihre Produkte auch über das Netz bekannt machen wollen? Derartige Seiten können jahrelang tot auf ihren Servern rumliegen, ohne dass jemals von anderer Seite dorthin verweisen würde.

Was bleibt also?

Im Internet gilt genauso wie im richtigen Leben: Wer gibt, bekommt irgendwann was zurück. Wer rumgeht, andere trifft, sich in seinem Umfeld, für seine Sache engagiert, von dem wird gesprochen.

Heißt im Netz: Wer die Gedanken, die er sich zu seiner Arbeit, seinem Umfeld, usw. macht, weitergibt, nützliche Informationen bereitstellt, oder auch nur unterhaltsame Episoden zum Thema zum Besten gibt, dabei andere zitiert (verlinkt), der wird irgendwann ganz natürlich ebenfalls zitiert (verlinkt).

Der beste Weg ist ein Blog. Man muss nicht gleich ein Blogger sein, nur weil man bloggt. Ein Blog ist einfach nur ein System, das dem Betreiber ermöglicht, Texte, Bilder, Video, Audio ohne Programmierkenntnisse ins Netz zu stellen. Es gibt haufenweise kostenlose Blog-Software wie WordPress, Textpattern, Serendipity,… deren Handhabung ungefähr so schwierig zu erlernen ist, wie die Basisfunktionen von MSWord.

Natürlich gibt es immer noch legitime direkte Wege an Links heranzukommen – jede Menge Tipps zum Thema Linkaufbau für Firmenwebsites gibt’s bei Peer Wandinger im empfehlenswerten Blog “Selbständig im Netz”, sowie im Trendmile-Blog: Linkbuilding für neue Websites – und natürlich sollte man, wo sich Gelegenheit bietet, auch den ein oder anderen Link reinholen. Ich glaube allerdings langfristig nicht an den Link um des Links willen, und die Zeit, die man benötigt, um 10 Backlinks zu erbetteln, kann man besser nutzen.

Tagged with:
Posted in SEO
2 Comments » for Linkpopularität: Links für Firmen-Websites
  1. Jose sagt:

    Dem Artikel kann ich zustimmen. Über 80 % der Anfragen zwecks Linktausch an unseren Reiseveranstalter sind zuwenig qualifiziert. Die Antwort ist verlorene Zeit.

    tschau

    Grüsse aus Peru.

  2. Jurij Falk sagt:

    Ich habe nur vier Backlinks.
    Trotzdem war ich mit meinen “Keywords” in der “top ten”.
    Erklärung – viel Text und interne Links.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>